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![]() Schiffsmakler schaffen neue Jobs Boom im Seetransport beflügelt die Branche. Neuer Sicherheitscode erschwert die Abfertigung im Hafen. Von Rolf Zamponi Hamburg - Containerfrachter werden statt für ein oder zwei Jahre für drei bis sechs Jahre gechartert. Schon zwölf Monate bevor Verträge auslaufen, melden sich neue Interessenten, die Tonnage benötigen. Und für das gesamte Jahr 2005 sind weltweit schon keine mittleren Frachter mit 2500 bis 2800 Stellplätzen für Standardcontainer mehr ohne Beschäftigung: Folgen des Booms im Seetransport, von dem die Hamburger Schiffsmakler profitieren. "In der modernen Schiffahrt hat es solche Entwicklungen für alle Schiffstypen außerhalb von Krisenzeiten bisher nicht gegeben", ist Thomas Rehder, der Vorsitzende der Vereinigung Hamburger Schiffsmakler und Schiffsagenten, sicher. |
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| Gerade für die vor allem von Deutschland aus gesteuerte Containerschiffahrt erwartet Rehder, daß der Boom auch langfristig anhält. "Ganz abgesehen vom starken China-Geschäft beschleunigt sich die weltweite Arbeitsteilung und das macht eben immer mehr Containertransporte notwendig." Folge: Die Einnahmen der 170 Unternehmen des Verbandes steigen mit den Charterraten, den Preisen für den Transport (Frachtraten) sowie mit den Schiffspreisen. Denn die Unternehmen erhalten für ihre Vermittlung 1,25 Prozent der vereinbarten Frachtraten und bis zu einem Prozent des Preises bei einem Schiffskauf. Nur der hohe Ölpreis und der schwache Dollar-Kurs, durch den die Einnahmen umgerechnet in Euro sinken, trübt die positive Bilanz - vor allem für Agenturen mit hohen Personalkosten. "Vor allem bestehende Firmen wachsen derzeit. Neugründungen gibt es praktisch nicht", sagt Rehder. Bei 4000 bis 5000 Beschäftigten in der mittelständischen Branche sei ein Plus um zehn Prozent bei den Beschäftigten vorsichtig geschätzt. "Schiffahrtskaufleute sind gefragt", sagt Klaus Bültjer, der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung. Zumal auch viele von ihnen zu Banken, in die Zulieferindustrie und zu Schiffsversicherungen wechseln - oder ins Ausland gehen. "Nach der zum Teil bereits in Englisch gehaltenen Ausbildung können sie weltweit arbeiten", so Rehder. Derzeit werden in Hamburg jährlich 200 Schiffahrtskaufleute ausgebildet. Für eine weitere positive Entwicklung der Branche gilt für Rehder eine weitere Elbvertiefung (siehe Artikel rechts) als Voraussetzung. "Wir können noch so effizient, rationell und schnell sein, wenn der Zu- und Ablauf der Schiffe nicht oder nicht schnell genug klappt, ist alle Mühe umsonst", sagte der Vorsitzende jetzt bei der Jahreshauptversammlung in Hamburg. Auch für den Umschlag von mehr konventionellem Stückgut macht sich die Vereinigung stark. Gerade das Verladen etwa von Anlagenteilen schaffe qualifizierte Jobs. "Die Stückgutverladung darf nicht den Wettbewerbshäfen im Westen überlassen werden", warnt Rehder. Für die Klarierungsagenten, die die Abfertigung im Hafen übernehmen und häufig auf vielen Terminals unterwegs sind, birgt der seit Anfang Juli geltende Sicherheitscode ISPS neue Schwierigkeiten. Um auf die Anlagen zu kommen, sind viele gezwungen, bis zu 20 Chips für den Zugang zu kaufen und bei sich zu tragen. "Das ist Kleinstaaterei", schimpft Rehder, "Sie spricht jeder effizienten Arbeit Hohn." erschienen am 26. Februar 2005 im Hamburger Abendblatt/ Wirtschaft |
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